Business-Etikette: Dresscode – was die Bekleidungsvorschriften bedeuten

Was bedeuteten eigentlich die unterschiedlichen Dresscodes? Ich bin jetzt zu einer Veranstaltung mit “White Tie” eingeladen und kann damit nicht anfangen. Und wie gehe ich eigentlich korrekt gekleidet zu einer Schulung?

Folgendes verbirgt sich hinter den verschiedenen Bekleidungsvorschriften – alphabetisch sortiert:

Dresscode: Abendgarderobe

Anlass: Empfang, Einladung zum Essen abends
Herren: Dunkler Anzug, Krawatte
Damen: Cocktailkleid

Dresscode: Black Tie Optional

Anlass: Empfang, Einladung zum Essen
Herren: Smoking mit schwarzer Fliege oder dunklen Anzug mit Krawatte, Smoking zum geöffneten Hemd ohne Fliege.
Damen: Cocktailkleid, langes Abendkleid oder festliches Kostüm.

Dresscode: Business hochoffiziell

Anlass: tägliche Geschäfte auf hohen Führungsebenen
Herren: Dreiteiliger gedeckter Anzug in Dunkelgrau, Anthrazit oder Dunkelblau mit Weste, Hemd, Krawatte und glatten Lederschuhen. Schlichte Manschettenknöpfe. Am Abend auch Anzüge in Schwarz.
Damen: Schwarzes Kostüm, dunkler Hosenanzug mit Hemd, gepflegte Schuhe, nicht höher als sechs Zentimeter, Nylon-Strümpfe.

Dresscode: Business offiziell

Anlass: tägliche Geschäfte in mittleren Führungsebenen
Herren: Zwei- oder dreiteiliger dunkler Anzug mit Hemd, Krawatte, geschlossene Schuhe. Alternativ auch Anzug in Braun oder Cognac, aufeinander abgestimmte Schuhe und Gürtel.
Damen: Kostüm oder Hosenanzug mit Bluse in Weiß, Hellblau oder Rosé, auch eleganten Tops. Bei hohen Temperaturen auch Etuikleid. Feinstrumpfhosen, geschlossene Schuhe.

Dresscode: Business casual

Anlass: Freizeit,  Brunch, interne Meetings außerhalb des Büros, Seminare, Schulungen.
Herren: Polo-Shirt, T-Shirt, Hemd in dezenten Farben, Cordhose, feiner Strickpullover in Kombination mit Baumwollhose, dunkle Jeans, dunkle geschlossene Schuhe.
Damen: Rock oder Hose, auch dunkle Jeans. Bluse auch in kräftigen Farben, Polo-Shirt, Strick- oder Kaschmirpullover, auch offene Schuhe, zum Beispiel elegante Sandaletten.

Dresscode: Casual Friday oder Casual Day

Anlass: Einstimmung auf das nahende Wochenende
Herren: Jackett und Hose oder auch Jeans, ohne Krawatte. Anzug aus Leinen.
Damen: Leichtes Baumwollkostüm oder leichter Hosenanzug, schlichte Hose, Rock mit schicken Bluse oder elegantem feinen Pullover.

Dresscode: Casual wear

Anlass: informelle Anlässe in informellem Ambiente tagsüber, ggf. auch Seminare, Schulungen.
Herren: Leichte Stoffhose, Poloshirt, Hemd, dunkle Schuhe. Im Sommer in südlichen Ländern auch Bermudas erlaubt.
Damen: Kleid, auch gemustert und bunt, schicke oder sportliche Pumps mit nicht zu hohen Absätzen.

Dresscode: Cutaway (Morning Coat)

Anlass: festliche Anlässe am Vormittag oder frühen Nachmittag, Hochzeiten
Herren: Schräggeschnittene lange Jacke in dunkelgrauen Farben, graugestreifte Hose ohne Aufschlag, hellgraue oder cremefarbene einreihige Weste. Glatte, schwarze Lederschuhe. Zylinder.
Damen: Cocktailkleid oder Seidenkostüm. Rocklänge nie kürzer als knieumspielend, elegante Pumps mit mittlerem bis hohem Absatz.

Dresscode: Cocktail (Formal, Tenue de ville, Business Attire)

Anlass:  formeller Anlass, Business-Meeting
Herren: Dunkler Anzug, Hemd, Krawatte, geschlossene Schuhe.
Damen: Modernes oder klassisches  Cocktailkleid in Knielänge. Pumps.

Dresscode: Come as you are (nach Büroschluss)

Anlass: Geschäftsessen, Drink nach Feierabend
Herren: Übliche Bürokleidung, Krawatte kann ausgezogen werden. Basics sind Hemden und Flanellhosen.
Damen: Übliche Bürokleidung. Dunkles Kostüm, Kleid oder Rock mit Bluse. Feine Strickjacken anstatt Blaser. Keine Miniröcke, keine Turnschuhe, keine tiefdekolletierte Blusen. Bedeckte Schultern.

Dresscode: Day Informal/Business Attire

Anlass: Geschäftsreise, Verabredung mit Geschäftspartner, eingeladen zu einem Termin
Herren: Dunkler Anzug in gedeckten Farben (Dunkelgrau, Anthrazit, Schwarz, Dunkelblau), Krawatte, schlichte Schuhe.
Damen: Hosenanzug oder Kostüm, knieumspielender Rock mit Strumpfhosen in Anthrazit, Dunkelblau oder Schwarz. Bluse in Weiß, Hellblau oder Rosé. Geschlossene schlichte Schuhe.

Dresscode: Frack (White Tie, Cravate Blanche)

Anlass: Abendgarderobe formell (Eveningwear)
Herren: Schwarzer einreihiger Frack mit weißer Fliege. Die Jacke kann nicht geschlossen werden. Weiße V-förmige Weste aus Baumwoll-Piqué, schwarze Lacklederschuhe. Schwarzer Zylinder, oft auch weiße Handschuhe.
Damen: Langes Abendkleid mit Jäckchen oder Stola, elegante Schuhe, auffallender Schmuck.

Dresscode: Semi-formal

Anlass: Geschäftsreisen, Geschäftsalltag mit Kontakt zur Chefetage
Herren: Dunkler Anzug, Hemd, Krawatte.
Damen: Kostüm, Hosenanzug, Etui-Kleid. Dunkle Baumwollhose, Twinset, hochwertige Pullover.

Dresscode: Smart casual (sportlich-elegant)

Anlass: Gehobene Freizeitkleidung
Herren: Hemd oder Pullover, Kombinationen aus Sakko, Hemd und helle lange Baumwollhose. Poloshirt unter dunklem Anzug, geschlossen Schuhe, keine Krawatte.
Damen: Blazer mit Hose, Twinset, Blaser mit Rock, Bluse, geschlossene Schuhe mit nicht zu hohen Absätzen.

Dresscode: Smoking (Black Tie, Cravate Noire)

Anlass: Halbformelle, festlich-elegante Abendgarderobe (ab 18:00 Uhr), Hochzeitsdinner, Oper, Theaterpremiere.
Herren: Schwarzer oder nachtblauer Smoking, schwarze Fliege, weißes Smokinghemd mit Kläppchenkragen, Einstecktuch, glatte schwarze Lederschuhe.
Damen: Langes Abendkleid, auch schulterfrei, Jäckchen oder Stola, elegante Schuhe.

Dresscode: Sporty Casual

Anlass: Gesellschaftliche Sportveranstaltung
Herren und Damen: Outdoor-Kleidung.

Terminübersicht und Anmeldung Korrespondenztrainings

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Korrespondenztraining 09.02.2012 München

Noch 2 Plätze verfügbar für das Korrespondenztraining: “Schreibstil-Update für Briefe und E-Mails – inkl. Beschwerdebearbeitung” am 09.02.2012 in München. Seminarort: Nähe Sendlinger Tor.

Inhalte des Korrespondenztrainings

  • Die 8 Grundprinzipien für zeitgemäßen Brief- und E-Mail-Stil
  • Was es heute nicht mehr gibt: veraltete (z. B. “zur Verfügung stehen”), falsche (z. B. “beiliegend erhalten Sie”), überflüssige (“wir beziehen uns auf”) oder ungünstige Formulierungen durch einwandfreie und zeitgemäße ersetzen
  • Klar, zielgerichtet und präzise formulieren: korrekt und übersichtlich gestaltete Briefe verfassen
  • Sinnvolle Strukturierung und optimale Argumentation
  • Beschwerdemanagement: Absagen wertschätzend formulieren
  • Formal korrekt schreiben: Vorgaben und Normen im Schriftverkehr (DIN 5008) kennen und anwenden
  • Optimieren von eigenen Briefen und E-Mails der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Terminübersicht und Anmeldung Korrespondenztrainings

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Einkommensteuer oder Einkommenssteuer?

Frage: “Haben die Namen von Steuern ein Fugen-s? Heißt es Einkommensteuer oder Einkommenssteuer?”

Wie die Steuer genau heißt, regelt das entsprechende Gesetz, und zwar eindeutig – sie heißt “Einkommensteuer”, da Steuern stets ohne Fugen-s geschrieben werden:

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/estg/gesamt.pdf

Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum es daneben noch “Einkommenssteuer” geben sollte.

Im Einkommensteuergesetz selbst wird ausschließlich die Schreibung ohne Fugen-s verwendet. Der Duden nennt beide Varianten – möglicherweise einfach deshalb, weil sie gebräuchlich, aber dennoch falsch sind.

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eBooks und Apps zur Kommasetzung und Rechtschreibung

Frage: “Gibt es die Übersicht der Kommaregeln auch als eBook oder als App?”

Ja, gibt es, und zwar:

Eine Übersicht aller derzeit verfügbaren eBooks und Apps finden Sie direkt unter http://www.upnextedition.com

http://www.upnextedition.com

zuzusenden oder zu zu senden – zuzuschicken oder zu zu schicken?

Frage: “Wie schreibe ich den Infinitiv mit zu von ‘zusenden’? ‘Ich habe versprochen, es dir zu zu senden’ oder ‘… zuzusenden’?

Das Verb “zusenden” schreiben Sie zusammen, da es nur eine einzige betonte Silbe hat. Deshalb wird auch der Infinitiv mit zu zusammengeschrieben: “zuzusenden” – und übrigens auch das Partizip: “zugesandt”.

Allerdings gibt es das Wort “zusenden” heute nicht mehr: Verwenden Sie das kürzere “senden” oder “schicken”.

  • Ich habe versprochen, es dir zu senden.
  • Ich habe versprochen, es dir zu schicken.
http://www.uwefreund.com/schreibstilupdate.html

http://www.upnextedition.com/de/kommaregeln-rechtschreibung.html

‘Sie können mich gerne … anrufen’?

Frage: “Kann man schreiben: ‘Ihre Unterlagen können Sie gern an unten genannte E-Mail- Adresse senden’? Oder ist ‘Ihre Unterlagen können Sie gern an die unten genannte E-Mail-Adresse senden’ richtig?”

Korrekt ist die Variante mit dem direkten Artikel: “an die unten stehende/genannte”.

Sie sollten jedoch heute die Konstruktion mit “können” nicht mehr verwenden. “Sie können es uns schicken” klingt nach “Sie können es tun, aber auch lassen”. Und wahrscheinlich hört der Leser heraus: “Es wäre mir lieber, Sie ließen es …” ;-)

Schreiben Sie stattdessen besser mit konkretem Appell:

  • Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an die unten genannte E-Mail-Adresse.
  • Bitte senden Sie Ihre Unterlagen direkt an name@emailadresse.de.
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Lieben Sie Fugen-s? – Abschlagrechnung? Abschlagsrechnung?

Frage: “Wie ist das eigentlich beim ‘Binde-s’? Welche Schreibweise ist korrekt und warum: Abschlagrechnung oder Abschlagsrechnung?”

Es gibt nur eine einzige verbindliche Regel ohne Ausnahmen für das Fugen-s: Steuern haben niemals eines – also: Einkommensteuer, Vermögensteuer, Mehrwertsteuer.

Ansonsten steht das Fugen-s meist

  • bei Zusammensetzungen mit Wörtern auf -tum, -ling, -ion, -tät, -heit, -keit, -schaft, -sicht, -ung
  • bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf -en endet (substantivierter Infinitiv)

Das Fugen-s steht meist NICHT

  • bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil weiblich ist und nicht auf -ion, -tät, -heit, -keit, -schaft, -sicht, -ung oder einen Zischlaut endet [aber z. B. die Ausnahmen: Armut, Hilfe, Liebe, Geschichte, Weihnacht]
  • bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf -er oder -el endet [aber z. B. die Ausnahmen: Hungersnot, Jägersmann / Himmel (z. B. Himmelstür), Esel (z. B. Eselsohr)]
  • bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil auf -en endet und kein substantiviertes Verb ist
  • bei Zusammensetzungen, deren erster Bestandteil mit einem Zischlaut endet (-sch, -s, -ss, -ß, -st, -tz, -z)

Bei einer ganzen Reihe von Wörtern sind beide Varianten im Einsatz, z. B. “Friedenstraße” oder “Friedensstraße”, “Essenmarke” oder “Essensmarke”, “Werkfeuerwehr” oder “Werksfeuerwehr”. Die Variante mit dem Fugen-s wird meist häufiger verwendet, da sie offenbar angenehmer zu sprechen sind.

Bei “Abschlagrechnung” oder “Abschlagsrechnung” rate ich Ihnen zur Variante mit “s”, da es die weitaus häufiger verwendete ist. Google kennt mehr als 100.000 Einträge mit “Abschlagsrechnung”, aber nicht einmal 5.000 mit “Abschlagrechnung”.

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Wann ein Eigenschaftswort zum Hauptwort wird

Frage: “Ich habe eine Frage zur Nominalisierung: ‘Es reicht aus, bei der neuen Krankenkasse die Mitgliedschaft zu beantragen und der alten formlos zu kündigen.’ Meines Erachtens wird ‘alten’ in diesem Fall aufgrund der Nominalisierung großgeschrieben, in verschiedenen Quellen habe ich das Wort in diesem Zusammenhang allerdings klein vorgefunden. Was ist hier korrekt?”

Eine Nominalisierung, also Umwandlung eines z. B. Eigenschaftsworts in ein Hauptwort, liegt dann vor, wenn im Zusammenhang (!) kein Hauptwort genannt wird, auf das es sich bezieht, z. B.

  • [Im Sport:] Die Grünen spielen von links, die Blauen von rechts.
  • Die Schönen stehen vorn, die Großen hinten.

Wenn aber das Hauptwort noch im Zusammenhang genannt wird, wird das Eigenschaftwort kleingeschrieben:

  • Die Tücher sind schön. Die blauen gefallen mir aber besser als die roten. [Beide Eigenschaftswörter beziehen sich auf "Tücher".]

Korrekt ist in Ihrem Beispiel also “und der alten formlos zu kündigen”. “alten” bezieht sich eindeutig auf “Krankenkasse”. Das Bezugswort steht sogar im selben Satz.

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Offene Worte und Datum zum Einstieg

Frage: “Stimmt die Formulierung: … ‘vielen Dank für Ihre offenen Worte aus Ihrem Schreiben vom 3.5.2010′,
oder können Sie mir eine bessere Formulierung vorschlagen?”

Die richtige Präposition für Ihre Formulierung ist nicht ‘aus’, sondern ‘in’. Das Datum wird nach DIN 5008 in der numerischen Form immer in der Form ’00.00.0000′ geschrieben.

  • vielen Dank für die offenen Worte in Ihrem Schreiben vom 03.05.2010.
  • vielen Dank für die offenen Worte in Ihrem Schreiben vom 3. Mai 2010.

Die ‘offenen Worte’ verwenden Sie vor allem dann, wenn der Absender des Schreibens an Sie sehr verärgert oder sogar wütend geschrieben hat. Eine gute Alternative zu Ihrem Vorschlag ist:

  • vielen Dank für Ihr Schreiben vom 3. Mai und Ihre offenen Worte. [Nur aus der Sicht unserer Kunden sehen wir, wie wir den Service weiter verbessern können.]
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Sehr geehrter Herr Professor …, – Richtige Anrede mit Titel

Frage: “Wir diskutieren, wie wir unsere Professoren in Antwortbriefen anschreiben: ‘Sehr geehrter Herr Professor Meier’ ….. oder ‘Sehr geehrter Professor Meier’ oder ‘Sehr geehrter Herr Professor!’ ?”

Die richtige Anrede für Professorinnen und Professoren lautet

  • Sehr geehrter Herr Professor Müller,
  • Sehr geehrte Frau Professor Müller,

Die Anrede wird in jedem Fall mit einem Komma abgeschlossen – nie mit Ausrufezeichen.

  • Nur bei Adelstiteln („Sehr geehrter Baron Müller“) entfällt meist ‘Herr/Frau’.
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